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Heizkörperthermostat bei Einrohrheizung

Bei einer Einrohrheizung regelt der Thermostat den Durchfluss durch den Heizkörper, während der Strang über einen Bypass weiter durchströmt wird. Die 35 zu 65 oder 40 Prozent aus den Herstellerunterlagen sind Auslegungswerte der Armatur, keine Stufe am Thermostatkopf.

Aktualisiert am . Redaktionell verantwortlich: Thomas Brinkhaus, Brinkhaus GbR. Änderung: Gemeinsames Trust-Element ergänzt. So arbeiten wir

Was bei der Einrohrheizung anders läuft

IMI Heimeier beschreibt bei seinem E-Z Ventil eine Aufteilung des Ringmassenstroms: Im Auslegungsfall entfallen 35 Prozent auf den Heizkörper und 65 Prozent auf den Bypass. Der Bypass hält die Zirkulation der Ringleitung auch bei geschlossenem Heizkörper aufrecht.

Danfoss beschreibt denselben Grundsatz für Einrohranlagen: Im Strang bleibt immer ein Volumenstrom vorhanden. Wird der Durchfluss durch den Heizkörper reduziert, wird der Strom über den Bypass umgeleitet. Der Strang-Volumenstrom bleibt damit konstant.

Beim Danfoss Ventil VHS-E ist laut Hersteller ein fester Heizkörperanteil von 40 Prozent des Volumenstroms vorgesehen. Das ist eine Eigenschaft der Armatur. Du stellst am Kopf nicht auf 35, 65 oder 40 Prozent.

Strangregelung nicht mit der Kopfskala verwechseln

Danfoss beschreibt mit AB-QT außerdem eine automatische Durchflussregelung und Rücklauftemperaturregelung für Einrohrsysteme. Die Bereiche von 35 bis 50 °C, 45 bis 60 °C und 65 bis 85 °C gehören zu Rücklauftemperaturen am Strangregler. Sie sind keine Temperaturen oder Stufen des Heizkörperthermostats.

Die allgemeine Bedeutung der Zahlen am Thermostatkopf steht unter Thermostat einstellen. Die Seite Voreinstellung am Ventil behandelt die Ventilarmatur und ist ebenfalls nicht die Prozentanzeige eines Thermostatkopfs.

Beispiel: Am 7. November 2026 siehst du in den Unterlagen deiner Wohnung eine Einrohrheizung. Der Heizungsbauer nennt einen festen Heizkörperanteil der Armatur. Du überträgst diese Zahl nicht auf die Stellung 3 des Thermostatkopfs, sondern prüfst zuerst die Armatur und den Bypass. Für diese Prüfung fällt kein Kaufpreis in Euro an; die Hersteller nennen hier keine Ersparnis.

So ordnest du Thermostat und Bypass ein

  1. Prüfe in den Unterlagen oder an der Armatur, ob dein Heizkreis als Einrohrsystem ausgeführt ist.
  2. Suche am Ventil nach dem Bypass oder nach einer Bezeichnung wie E-Z oder VHS-E.
  3. Behandle 35 zu 65 und 40 Prozent als Armaturdaten, nicht als Einstellung am Kopf.
  4. Stelle den Raumwert am Thermostatkopf nach der Anleitung des konkreten Kopfes ein.
  5. Wenn die Armatur geändert, voreingestellt oder hydraulisch abgeglichen werden soll, beauftrage dafür einen passenden Heizungsbetrieb. Am Thermostatkopf selbst stellst du keinen Bypassanteil ein.

Häufige Fragen

Muss der Heizkörper bei einer Einrohrheizung immer warm bleiben?
Der Bypass hält laut IMI und Danfoss den Volumenstrom im Strang aufrecht, wenn der Heizkörperdurchfluss reduziert wird. Das ist die Funktion der Armatur, nicht eine Zusage für eine bestimmte Oberflächentemperatur.
Kann ich am Thermostat 40 Prozent einstellen?
Nein. Danfoss nennt 40 Prozent als festen Heizkörperanteil der VHS-E Armatur. Der Thermostatkopf regelt die Raumtemperatur über den Heizkörperdurchfluss, nicht über eine Prozentanzeige.
Ist das eine Wärmepumpen- oder Fernwärmeseite?
Nein. Wärmepumpe und Fernwärme haben eigene technische Rahmenbedingungen. Diese Seite erklärt nur den Bypass einer Einrohr-Heizungsanlage.

Quellen, abgerufen am 6. November 2026: IMI Heimeier, E-Z Ventil (35 Prozent Heizkörperanteil, 65 Prozent Bypass und Zirkulation); Danfoss, Informationsblatt Einrohrlösungen (Bypass und Strangvolumenstrom, AB-QT); Danfoss Design Center, VHS-E (fester Heizkörperanteil von 40 Prozent).