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Alde Compact 3020 HE im Wohnmobil

Die Alde Compact 3020 HE ist eine Warmwasserheizung für Wohnmobil und Wohnwagen, kein Heizkörperthermostat für die Mietwohnung. Am Bedienteil stellst du 5 bis 30 °C in Schritten von 0,5 °C ein und wählst Strom mit 1, 2 oder 3 kW, Gas oder beides. Das Glykolgemisch muss laut Alde jedes zweite Jahr getauscht werden. Alde ordnet den Kessel den Jahren 2014 bis 2022 zu.

Aktualisiert am . Redaktion: Klugscheißerei. So arbeiten wir

Was das Bedienteil steuert

Mit dem Ein-Aus-Schalter startet die Heizung mit den zuletzt verwendeten Einstellungen. Die Raumtemperatur stellst du laut Handbuch von +5 °C bis +30 °C in Schritten von 0,5 °C ein. Für den Strombetrieb wählst du die Stufen Off, 1 kW, 2 kW und 3 kW. Alde schreibt dazu, dass der Kessel keine höhere Leistung verwendet als gebraucht wird, auch wenn 3 kW gewählt sind. Den Gasbetrieb startest du über das Symbol der Flüssiggasflamme. Wählst du Strom und Gas zusammen, lässt sich die Priorität zwischen beiden einstellen. Bei einer neu gefüllten Anlage soll der gemeinsame Betrieb laut Alde vermieden werden.

Welcher Fühler misst, legst du im Werkzeugmenü fest. Steht er auf „Auto“, ist der Fühler in der Bedieneinheit aktiv und schaltet auf einen Raumfühler am Sofa oder Bett um, wenn einer angeschlossen ist. Im selben Menü lässt sich die Temperatur per Offset um plus minus 5 °C anpassen. Bei smarten Köpfen in der Wohnung heißt dieselbe Korrektur ebenfalls Offset, dort gleicht Offset einstellen die Messung am Heizkörper mit dem Raumwert ab.

Warmwasser und Mehr Warmwasser

Der eingebaute Boiler fasst laut Handbuch etwa 8,5 Liter. Es gibt drei Einstellungen: kein Warmwasser, Normalbetrieb und mehr Warmwasser. Mit „Mehr Warmwasser“ steigt die Wassertemperatur kurzfristig auf etwa 70 °C, nach 30 Minuten kehrt die Heizung zum normalen Betrieb zurück. Die Kurzanleitung für das Touchpanel nennt dagegen eine Erhöhung von 50 °C auf 65 °C. Prüfe, welche Unterlage zu deinem Bedienteil gehört. Wichtig: Das Warmwasser aus dem Kessel ist laut Alde nicht als Trinkwasser oder zum Kochen vorgesehen, und der Boiler muss mindestens einmal im Monat entleert werden, damit sich ein neues Luftkissen bilden kann.

Glykol wechseln

Das Heizsystem ist mit einem Gemisch aus Wasser und Glykol gefüllt. Bei kaltem System soll der Pegel im Ausdehnungsgefäß etwa 1 cm über der MIN-Marke liegen. Verwendest du konzentriertes Glykol, nennt Alde 60 Prozent destilliertes oder salzfreies Wasser und 40 Prozent Glykol. Unter minus 25 °C wird der Glykolanteil erhöht, aber nicht über 50 Prozent. Gewechselt wird das Gemisch jedes zweite Jahr. Mit Alde Premium Antifreeze kann das Intervall im Normalbetrieb auf höchstens fünf Jahre wachsen. Das Glykolblatt von Alde nennt für das Premium Glykol G12 EVO Frostschutz bis minus 37 °C und knüpft die fünf Jahre an den Wechsel mit dem Befüll- und Entlüftungsgerät von Alde. Der Kessel darf laut Handbuch nie ohne Glykol gestartet werden.

Störungsmeldungen im Klartext

Das Handbuch nennt keine Zahlencodes, sondern Klartext auf dem Display. „Low battery“ heißt: Unter 10,5 V Bordspannung hält die Heizung an und startet von selbst wieder, sobald die Spannung auf 11 V steigt. „Gas failure“ heißt, die Flamme hat nicht gezündet, du prüfst den Gasvorrat. „Window open“ stoppt nur den Gasbetrieb. „Connection failure“ ist ein Verbindungsfehler zwischen Heizung und Bedienfeld. Für das Zurücksetzen bestimmter Störungen trennst du laut Alde das Bedienfeld vom Kessel sowie die 230-V- und die 12-V-Versorgung. Ein Hinweis aus der Fehlersuche: Butan eignet sich nicht für Temperaturen unter +10 °C, dann nimmst du Propan.

Beispiel: Dein Wohnmobil mit Alde Compact 3020 HE wurde zuletzt am 7. November 2024 mit normalem Glykol befüllt. Nach dem Zweijahresintervall aus dem Handbuch ist der nächste Wechsel am 7. November 2026 fällig. Nutzt du Alde Premium Antifreeze und das Befüllgerät von Alde, kann der Wechsel nach dem Glykolblatt bis zu fünf Jahre warten. Einen Preis in Euro für Glykol oder Werkstatt nennen wir nicht, weil Alde keinen nennt.

So prüfst du die Heizung vor der Fahrt

  1. Den Glykolpegel bei kaltem System kontrollieren, etwa 1 cm über MIN.
  2. Das Datum des letzten Glykolwechsels nachsehen.
  3. Unter +10 °C Außentemperatur Propan statt Butan verwenden.
  4. Energiequelle und Priorität am Bedienteil einstellen.
  5. Bei einer Meldung auf dem Display zuerst den Klartext lesen und nach dem Handbuch handeln.

Häufige Fragen

Was stellt ein Reset am Bedienteil ein?
Laut Handbuch: Heizung in Off-Modus, Strombetrieb 1 kW, Gaswärme auf „On“ und Raumtemperatur 22 °C. Die Fehlermeldungen im Fehlerlog werden dabei auf Null gestellt.
Ist der 3020 HE der Nachfolger des 3010?
Alde nennt den Compact 3020 HE eine Weiterentwicklung des Compact 3010 mit modernerer Elektronik.
Wer darf am Kessel arbeiten?
Einbau und Reparatur sind laut Alde ausschließlich qualifiziertem Fachpersonal vorbehalten.
Ist das Bedienteil mit dem Truma CP plus vergleichbar?
Beide sind Bedienteile für Heizungen im Freizeitfahrzeug, aber von verschiedenen Herstellern. Für das Truma CP plus nennt Truma 8 bis 16,5 Volt und die Steuerung von Combi, Aventa und Saphir; eine Alde Heizung führt Truma dort nicht auf.

Quellen, abgerufen am 6. November 2026: Alde, Bedienungsanleitung Alde Compact 3020 HE, Rev 1504 (Bedienteil, Temperatur, Strom und Gas, Warmwasser, Glykol, Störungsmeldungen, Reset); Alde, Kurzanleitung Touchpanel 3020 HE (Mehr Warmwasser 50 auf 65 °C); Alde, Deshalb sollten Sie das Glykol wechseln (zwei und fünf Jahre, minus 37 °C); Alde, Alde Compact 3020 HE (Baujahre 2014 bis 2022, Nachfolger des 3010). Wir haben die Heizung nicht selbst geprüft.